Wie der Tage-Aufteiler auf der Startseite rechnet, wo Sie übernachten sollten, und was beim Gepäck für zwei so unterschiedliche Hälften wichtig ist.
Der Rechner auf der Startseite reserviert zunächst mindestens zwei Tage für jede Hälfte — weniger lässt sich realistisch kaum sinnvoll füllen, ohne nur durchzuhetzen. Die verbleibenden Tage werden anschließend einfach hälftig aufgeteilt, nicht nach einer verdeckten Gewichtung: Es gibt keinen objektiven Grund, warum die Stadt mehr Zeit verdient als das Seenland oder umgekehrt — Ihre eigenen Prioritäten sollten die Aufteilung verschieben, nicht eine versteckte Formel.
Weil die beiden Hälften gut drei Zugstunden (mit Umstieg) auseinanderliegen, ist eine einzige durchgehende Unterkunft für die ganze Reise unpraktisch. Sinnvoller sind zwei getrennte Standorte: eine Unterkunft in Wien für die erste Hälfte, eine zweite im Salzkammergut — etwa in Bad Ischl (an der Salzkammergutbahn) oder in Gmunden am Traunsee, die sich als Tagesausflugsbasis für die umliegenden Seen eignen, anders als das bei Tagesgästen sehr gefragte Hallstatt selbst.
In Wien deckt ein Wiener-Linien-Ticket (etwa das 24-Stunden-Ticket, gültig 24 Stunden ab Entwertung) U-Bahn, Straßenbahn und Bus ab — ein Auto ist für die gesamte Wien-Hälfte unnötig. Im Salzkammergut existiert kein vergleichbares einheitliches Tagesticket über alle Bahnen, Postbusse und Schifffahrten hinweg; Bergbahnen wie die Schafbergbahn und die Seenschifffahrten werden meist einzeln bezahlt oder über regionale Kombitickets, die sich je nach genauer Route lohnen oder nicht.
Wien verlangt vor allem bequemes Schuhwerk für lange Fußwege und ein Kaffeehaus-taugliches Outfit; im Salzkammergut kommen festeres Schuhwerk für Uferwege und Bergbahn-Stationen sowie eine Wechseljacke gegen wechselhaftes Bergwetter dazu, selbst im Hochsommer. Wer beide Hälften in einer Reise kombiniert, sollte das Gepäck nach der wetteranfälligeren Salzkammergut-Hälfte ausrichten, nicht nach der planbareren Stadt.
In Wien lohnt es sich, mit einem der beiden großen Schlösser zu beginnen (Schönbrunn oder Hofburg) und das Belvedere sowie die Kaffeehaus-Runde auf die folgenden Tage zu verteilen, statt alles an einem Tag durchzuziehen. Im Salzkammergut ist Hallstatt wegen des Andrangs der Tag, den man am ehesten auf einen Wochentag statt aufs Wochenende legen sollte — die übrigen drei Ziele sind deutlich weniger von Wochentag-Schwankungen betroffen.